Haltestelle Zukunft NWU 2040: Ergebnisse der Jugendbefragung

Bei der Bulli-Tour „Haltestelle Zukunft 2040“ ging es darum, junge Menschen aus der Gemeinde
Nordwestuckermark anzusprechen und sie zu motivieren, ihre Ideen und Wünsche zur Zukunft unserer Gemeinde beizutragen.

Auf Bulli-Tour für die Beteiligung von jungen Menschen am Gemeindeentwicklungskonzept

Im Jahr 2025 wurde ein Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) für unsere Gemeinde erarbeitet. Hierbei war es wichtig, dass möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner Hinweise geben, wohin sich die Gemeinde entwickeln könnte oder wohin eben nicht. Das GEK soll Wegweise für die Entscheidungen der Gemeindevertretung und Verwaltung sein. Jungen Menschen kommt hierbei nach der Brandenburger Kommunalverfassung eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind es, die in der Zukunft mit den Auswirkungen dieser Entscheidungen leben (müssen). Darum mussten sie zwingend am GEK beteiligt werden.

Dörfernetzwerk organisiert Jugendumfrage

Da die Jugendbeteiligung wegen schlechtem Wetter zum geplanten Zeltlager der Jugendfeuerwehren wortwörtlich „ins Wasser gefallen“ ist, machten sich engagierte Menschen aus dem Dörfernetzwerk Nordwestuckermark daran, eben diese Jugendbeteiligung nachzuholen. Kreative Ideen aus dem Dörfernetzwerk, engagierte Jugendliche aus Nordwestuckermark und ein finanzieller Beitrag der Verwaltung steckten den Rahmen dieser Aktion. Das Dörfernetzwerk hatte hierbei zwei wichtige Dinge zu tun. Erstens: eine angepasste Jugendumfrage zum GEK zu erstellen und zweitens: eine ansprechende Methode zu entwickeln, junge Menschen für die Jugendumfrage zu mobilisieren. Also Botschaft und Medium mussten entwickelt werden.

Die Jugendumfrage orientierte sich hierbei an der eigentlichen Umfrage zum GEK, funktionierte aber ohne Registrierung. Die Idee der Bulli-Tour wuchs mit dem Gedanken, möglichst viele Orte unserer Gemeinde anzufahren, um junge Menschen zu treffen. Ein Zelt, das wie ein VW-Bulli aussieht, war bereits da. Ein Haltestellen-Schild, Sitzgelegenheiten und Musik konnten dazu organisiert werden.

Alle jungen Menschen im Alter von 13 bis 25 Jahre, die im Sommer in NWU gemeldet waren, erhielten von der Verwaltung eine Einladung, sich an der Jugendumfrage zu beteiligen. So erfuhren sie auch von der Bulli-Tour. Über zehn Tage zog die „Haltestelle Zukunft 2040“ am Ende der Sommerferien mit dem Bulli-Zelt durch die NWU und traf dabei nicht nur auf junge Menschen. Aber auch Menschen, die nicht der eigentlichen jugendlichen Zielgruppe entsprachen, machten bei der Umfrage mit.

Mit Start des neuen Schuljahres konnte das Bulli-Team in der zweiten Schulwoche auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen an den Bushaltestellen in Prenzlau ansprechen und zur Teilnahme an der Umfrage bewegen.

Insgesamt wurde die Jugendumfrage 254 mal ausgefüllt. Davon sind 99 Antworten von jungen Menschen, davon wiederum 79 aus unserem Gemeindegebiet. Wenn man berücksichtigt, dass 375 junge Menschen angeschrieben wurden, um sich an dieser Umfrage zu beteiligen, liegt die Beteiligung bei über 20%. Die Aktion kann daher als sehr erfolgreich beschrieben werden.

Neben den engagierten Menschen aus dem Dörfernetzwerk, die den organisatorischen Hut auf hatten, bestand das Team der Bulli-Tour ausschließlich aus jungen Menschen aus der Gemeinde.

Die Zahlen sehen gut aus. 20% der Zielgruppe haben sich an der Umfrage beteiligt. Darüber sind wir sehr froh. Abgesehen von den Zahlen war unser größtes Anliegen aber, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, zum Nachdenken anzuregen und einen Impuls zu setzen. Wir sind hier aufgewachsen und wünschen uns Veränderungen für die kommenden Generationen. Besonders nach dem Schulabschluss sind viele Freund*innen weggezogen, weil die Gemeinde nicht attraktiv für junge Erwachsene ist. Das wiederum macht das Hierbleiben noch schwieriger. Es entsteht ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss. Wir hoffen, durch die Bulli-Tour insbesondere junge Menschen anzuregen, denn Veränderung ist immer möglich. [Charlotte, Frieda, Emma und Lotte vom Team der Bulli-Tour]

Die Ergebnisse der Jugendumfrage